Die Fragestellung und wo bleibe ich, wenn sie erwachsen sind, stellt sich bei mir einfach nicht. Die Tatsache, dass ein Kind immer bei den Eltern bleiben wird, macht es nicht leichter. Meine 2 Großen haben das Haus ja bereits verlassen und meine „Kleinste“ blieb. Ich versuchte mich trotz allen vermeintlichen Schwierigkeiten neu zu orientieren und mich auf die Veränderung tagsüber Zeit zu haben, einzustellen. Mein Kind, eigentlich junge Erwachsene verlässt morgens um 7.30 Uhr das Haus und besucht von Montag bis Freitag eine Tagesstätte ganz in unserer Nähe. Aufstehen für mich 6.00 Uhr morgens, mich selbst versorgen, Frühstück vorbereiten und mein Kind aufwecken, wickeln, anziehen, Tabletten verabreichen, frühstücken und fertig anziehen, damit wir das Haus verlassen können. In der Tagesstätte wird sie betreut und umsorgt – basteln, Mittagessen, spazieren, Ausflüge, schlafen. Gegen 16.00 Uhr wird sie vom Hauseigenen Taxi der Tagesstätte wieder nach Hause gebracht. In dieser Zeit kann ich frei agieren, denn erst dann beginnt unser familiärer Tag.

Trotzdem heißt es für mich alle Eventualitäten einzuplanen. Längere Arbeitszeiten, Termine, Veranstaltungen müssen bereits einen Monat im Voraus gut abgedeckt und eingeplant sein. Denn eine Betreuung vor Ort muss immer gewährleistet sein.

Hier gibt es für mich „Gott sei Dank“ die Möglichkeit auf Organisationen die Hilfsleistungen anbieten und ein gutes privates Netz das ich mir im Laufe der Zeit aufgebaut habe, zurückzugreifen.

So gesehen kann ja eigentlich nichts mehr schiefgehen. Für meinen weiteren beruflichen Weg habe ich Ausbildung und Weiterbildung, um wieder einzusteigen, während der Kinderzeit erfolgreich absolviert. Und trotzdem funktionierte es nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte.

 

Darüber reden und Hilfe in Anspruch nehmen

Ich gelangte zu dem Punkt mir Hilfe zu holen, „Coach dich“ war die erste Lösung denn bekanntlich wird man mit der Zeit betriebsblind. Stimmt meine Strategie, wie bewerbe ich mich richtig, weißt mein Lebenslauf Lücken auf, wie gestalte ich mein Angebot in der Selbstständigkeit? Viele Fragen bei denen ich mir nicht mehr sicher wahr, sie richtig zu beantworten.

http://coachdich.at

 

 Zweifel – Hoffnung – neue Wege

Wenn der Selbstzweifel an einem nagt, fällt es oft schwer diese Gedanken wieder los zu werden. Der konzentrierte Blick nach vorne und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Wie habe ich solche Situationen in der Vergangenheit bewältigt. Wo sind meine Ressourcen und bringe ich alles unter einen Hut? Kind, Haushalt, Familie & ARBEIT? Da war es wieder…….

Der innere Schweinhund der mir alle Ausreden, Argumente unterbreitete warum es nicht funktionieren kann. Was ist, wenn sie krank ist, deine anderen Kinder dich brauchen, dann gibt es ja noch Ehemann, Familie, Haus, Garten. Du hast ja Arbeit genug, es gar nicht nötig dich noch weiter zu plagen.

All diese Gedanken plagen mich und dann sehe ich was ich alles schon geleistet habe, einen langen Weg den ich gegangen bin, um so weit zu kommen. Es hat nicht nur einen Sinn, sondern ich will, werde und kann dieses Wissen einsetzen.

 

 

 

Loslassen, heißt es so schön,

dann kannst Du dein Leben wieder neu ausrichten und anderen wichtigen Dingen nachgehen. Wie oft hören wir das in unserem Leben. Ich trage eine große Verantwortung und die Gesellschaft lässt einen das nicht vergessen.

Mein Kind kommt zuerst und dann kommst DU! Also stimmt es nicht – loslassen gilt für uns nicht – oder doch?   

ICH – first 😊“

Jeder Mensch hat das Recht auf ein eigenes Leben, also auch ich und natürlich mein Kind, auch!!! Genau und dafür gibt es besagte Institutionen, Freizeitassistenz und ein gutes Netzwerk, dass ich einfach in Anspruch nehmen muss, kann.

Es ist nur eine Frage der richtigen Organisation und Einteilung. Natürlich muss/soll die Familie mitspielen. Mein Mann ist ja auch berufstätig und als seine Frau orientiere ich mich auch an seinen Möglichkeiten. Das gleiche gilt für ihn auch. Daher ist eine klare Kommunikation das A und O in unserer Beziehung.

Fazit

Unsere bisherigen Bewertungen und Interpretationen zu hinterfragen bedeutet nicht, dass wir sie von heute auf morgen total verändern müssen. Aber die Bewusstheit Schritt für Schritt in eine neue Richtung gehen zu können, ist oft schon sehr hilfreich und verleiht uns einen Motivationsschub. Das einzig Beständige ist die Veränderung und zu dem gehört nun mal auch das Loslassen von liebgewonnenen Gewohnheiten.

 

Ja, und genau dahin marschiere ich jetzt, Schritt für Schritt …